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Motion
Verkehrssicherheit auf der Zähringerstrasse
Christoph Grimm (GFL)
Es wird Dringlichkeit verlangt
Der Gemeinderat wird aufgefordert, mit flankierenden Massnahmen dafür zu sorgen, dass:
1. der Verkehr auf der Zähringerstrasse aus Sicherheitsgründen beruhigt wird.
2. die Zähringerstrasse nicht weiter als Schleichweg für den Durchgangsverkehr benutzt werden kann.
Vorbemerkung:
Die Bevölkerung des Quartiers Lindenfeld hat mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass der Gemeinderat gemäss neusten Informationen ein Teil der in vielen konstruktiven Verhandlungen vereinbarten Massnahmen nun umsetzen will. Man erhofft sich im Lindenfeld - durch die Massnahme Tempo 30 auf der Zähringerstrasse - eine Reduktion des teilweise horrenden Tempos zu erreichen.
Begründung der Motion:
Die Sanierung der Steinhofstrasse (2004/05)verursachte auf der Hauptverkehrsachse (Oberburg – Emmentalstrasse) zeitweise längere Staus. Viele Fahrzeuglenkerinnen und Lenker fanden während dieser Zeit ein Schlupfloch um von der Oberburgstrasse via Zähringerstrasse in die Bernstrasse und danach übers Gsteig in den nördlichen Teil Burgdorfs zu gelangen.
Mit grossem Druck reagierte die Bevölkerung des Gsteigquartiers damals und erreichte, dass dort innert kurzer Zeit ein Teilfahrverbot mit Zubringerdienst erlassen wurde.
Anders verlief die Situation auf der Zähringerstrasse. 2006, gleichzeitig mit der Fertigstellung und Eröffnung des neuen Lindenfeldschulhauses wurden – ohne Ankündigung bei den Bewohnerinnen und Bewohnern - die Schwellen auf der Strasse abgeflacht und teileweise ganz entfernt. Diese Massnahme lud täglich mehr und mehr Fahrzeuge ein, den nun sehr attraktiven Schleichweg von der Oberburg- in die Bernstrasse und dann über die Steinhofstrasse einzuschlagen. Teilweise gelangen heute sogar Fahrzeuge direkt von der Zähringerstrasse über den Radweg zur Bernstrasse.
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Die Zähringerstrasse wurde also genau in dem Moment geöffnet und zur Durchfahrtsstrasse gemacht, als für die neuen Schülerinnen und Schüler des Lindenfeldschulhauses ein neuer Lebensabschnitt begann. Signalisationen für die Verkehrsteilnehmenden fehlten vorerst gänzlich.
Der Elternrat Lindenfeld, der Quartierverein und besorgte Quartierbewohnerinnen und Bewohner reagierten mit Schreiben und Telefonanrufen an die Baudirektion.
Mittels Gesprächen wurden Möglichkeiten geprüft und Vereinbarungen getroffen. Darunter waren Verengungen der Strasse an neuralgischen Stellen, grosse Aufschriften auf der Fahrbahn, Aufmalungen von Fussgängerstreifen auf der Pflasterung der früheren Schwellen etc. .
Doch, der Verkehr nimmt weiter zu!
Nach weiteren Gesprächsrunden zwischen den Direktionen Bau und Sicherheit zusammen mit dem QV sowie mit engagierten Quartierbewohnerinnen und Bewohnern wurde vereinbart, dass beim Kanton ein Teilfahrverbot mit Zubringerdienst und Tempo 30 auf der Zähringerstrasse beantragt wird.
Gemäss Informationen hat nun der Gemeinderat kürzlich den Antrag von Tempo 30 bewilligt.
Dieser Entscheid ist sehr begrüssenswert.
Eine gewisse Verlangsamung des inzwischen teilweise sehr hohen Verkehrsaufkommens während den Stosszeiten kann dadurch ohne Zweifel bewirkt werden.
Das grösste Verkehrsaufkommen trifft täglich zeitgleich mit den sich auf dem Schulweg befindenden Schülerinnen und Schülern zusammen. Oft entstehen dabei gefährliche Situationen durch die zu zahlreichen und sehr oft für dieses Quartier zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmenden.
Es ist unverständlich, warum der Gemeinderat in seinem kürzlichen Entscheid nicht auch über das beantragte und vereinbarte Teilfahrverbot mit Zubringerdienst und weitere flankierende Massnahmen befunden hat.
Begründung der Dringlichkeit:
Damit die Gefahren sowohl für Schulkinder als auch für Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters minimiert werden können, muss der Gemeindrat nun sofort über erforderliche, flankierenden Massnahmen entscheiden und diese so rasch als möglich umsetzen. Abklärungs- und Bewilligungsverfahren nehmen bekanntlich eine gewisse Zeit in Anspruch. Der Stadtrat tagt erst wieder im September um über diesen Vorstoss befinden zu können. Damit nicht noch mehr Zeit zur Findung einer allseits sinnvollen Lösung verloren geht, sollte dieses Anliegen dringlich behandelt werden.
Eingereicht am 18. Juni 2007
Christoph Grimm
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