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Dringliche Motion Abfallberge am Solennitäts-Abend
Die Fraktion der Grünen Freien Liste fordert den Gemeinderat auf, wirksame Massnahmen gegen die überbordende und immer noch zunehmende Abfallflut in der Oberstadt am Solätte-Abend zu ergreifen. Insbesondere sollen die Hauptverursacher (Wirte und Betreiber von Esswaren- und Getränkeständen) dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Begründung
Seit Jahren ist der zunehmende Abfall, unachtsam am Boden entsorgt durch die FestteilnehmerInnen, ein Thema und sorgt auch immer wieder für Aerger. Die Angestellten der städtischen Reinigungsequipen beginnen bereits um 6 Uhr am darauffolgenden Morgen mit ihrer Arbeit, brauchen aber sehr viel Zeit, bis der gewünschte Zustand hergestellt ist.
Häufig hört man die Aussage, dass das Abendprogramm auf der Gebrüder Schnell-Terrasse viel Abfall verursache. Diese Annahme ist falsch, da dort sehr auf diese Problematik geachtet wird und die im Einsatz stehenden Erwachsenen dauernd, auch nach Programmende, vor allem Glasflaschen (Bier, Alkopops u.ä.) zusammenlesen, welche mit Sicherheit nicht von der dortigen Bar stammen.
Die Grossverdiener an der Solätte und gleichzeitig die Hauptverursacher am Abfallberg, nämlich die Wirte und die Betreiber von Freiluftständen (Getränke und Esswaren) brauchen dafür keine Verantwortung zu übernehmen. Sie erhalten eine Blanko-Genehmigung für die Freinacht ohne Auflagen, die sie in Bezug auf die Sauberhaltung der Stadt in die Pflicht nehmen würde. Seit Jahren weist der Solennitätsausschuss auf diesen Missstand hin. Es gäbe einfache aber wirksame Möglichkeiten (Pfandsystem für Gläser und Geschirr, Organisation einer privaten Aufräumequipe, Finanzierung für das Aufstellen einer Schuttmulde u.a.), welche eventuell den gewünschten Nebeneffekt hätten, eine gewisse Sensibilisierung für das Problem zu erzeugen.
Burgdorf, 21. März 2005
Zu Stadtrat Burgdorf |