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Postulat Grimm Christoph (GFL) betreffend Kulturförderung und Belebung Altstadt
Der Gemeinderat wird ersucht folgendes Anliegen zu prüfen.
Im Zusammenhang mit der Planung zur Belebung der Altstadt und zum Erarbeiten eines Tourismuskonzeptes soll das “Chilebord” im Bereich des Staldenkehrs in eine Arena mit einer Bühne für kulturelle Anlässe wie Theater, Konzerte etc. umfunktioniert werden. Die einzigartige Kulisse mit den Flühen im Hintergrund soll sowohl für Burgdorferinnen und Burgdorfer als auch für das touristische Angebot von Burgdorf einen einmaligen Anziehungspunkt bilden.
Begründung
Die Analyse der ad-hoc Kommission “Tourismuskonzept” fordert es. Die Stadt Burgdorf muss etwas besonders bieten können. Aus der Analyse der ad-hoc Kommission “Tourismuskonzept” von 1999 geht ein Stärken-Schwächenprofil hervor. Die Stadt Burgdorf zeigt neben vielen Stärken unter anderem auch Schwächen in den folgenden Bereichen:
- Zu wenig Leben in der Altstadt -Zu wenig touristische Angebote -Fehlendes Tourismusbewusstsein
Dabei läuft Burgdorf Gefahr, dass die Stadt ohne “Magnet” weiterhin ein “me-too-product” bleibt. Als mögliche Zielvorstellung nennt die Analyse unter anderem folgende Punkte:
- Touristisches Angebot in Bereichen wie Freizeit, Kultur und Erlebnistourismus steigern -Altstadt zu einem Einkaufserlebniszentrum machen -Burgdorf als Kulturstadt verkaufen.
Kurz: “Burgdorf soll sich als Kulturstadt im Emmental profilieren”.
Alljährlich bietet der Staldenkehr zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern an der Solennität eine Arena für den Besuch des Nachmittag- und Abendumzugs. Mühsam sichern sich die Festbesucher ihre Plätze am heute teilweise sehr glitschigen Bord. Am “Chilebord” sind seit geraumer Zeit die zum Nachdenken anregenden Worte wie “demnach, demnächst” etc. angebracht. Doch, wer ausser einigen “Burdleferinnen und Burdlefer” beachtet diese Aussagen und denkt wohl nach?
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Das Chilebord bildet schon von Natur aus eine Art Arena. Wir sollten diese natürlichen Gegebenheiten touristisch ausnützen und uns, der Stadt Burgdorf, dadurch ein ganz spezielles Profil geben. Mit Angeboten wie: “Burgdorfer Festspielwochen”, “Burgdorfer Open-Air, etc. würden Kulturliebhaberinnen und Liebhaber von Nah und Fern nach Burgdorf reisen und mit ihrem Besuch auch die Altstadt und weitere Burgdorfer Traditionen kennen lernen. Die Altstadt mit dem Schloss und dem attraktiven Gastronomieangebot sowie die kleinen Ladengeschäfte mit dem speziellen Angebot könnten sich damit die Existenz sichern. Die Arena würde auch Verbindungen zwischen der Alt- und der Unterstadt bilden (Besuch von Schloss, Gertschmuseum und Kornhaus etc.) Das in den letzten Jahren verbesserte Bettenangebot der Stadt Burgdorf könnte dadurch noch besser ausgelastet werden. Die Kulturelle Vielfalt der Stadt und damit der Bekanntheitsgrad von Burgdorf würden mit der Verwirklichung der Idee massiv gesteigert.
Burgdorf, 18.6.01
Christoph Grimm
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