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Stand: 3.3.2006

Dringliche Motion

Luftreinhaltung betrifft alle!

Der Gemeinderat wird beauftragt, die Umsetzung der Luftreinhalteverordnung durchzusetzen indem die Gemeinde

  • Massnahmen erarbeitet, die im Bedarfsfall rasch und unkompliziert umgesetzt werden können
  • eine öffentliche Informations- und Motivationskampagne durchführt
  • in diese Kampagne evt. weitere Gemeinden und den Kanton als Partner mit einbezieht

Begründung:

Feinstaub im Winter - Pollen im Frühling - Ozon im Sommer: Vor allem asthma- und allergiegeplagte Menschen können fast nur noch im Herbst atmen, ohne ihre ohnehin beeinträchtigte Gesundheit noch mehr zu belasten.

Aber auch robustere, gesunde Menschen werden durch die Luftbelastung beeinträchtigt, die Anzahl jener, die auf die Luftverschmutzung durch Ozon, Stickoxid und Feinstaub empfindlich reagieren, nimmt zu. Gerade der diesjährige, kalte Winter hat die Grenzen aufgezeigt, jenseits welcher rasch eine Gefährdung entsteht.

Das Phänomen ist jedoch nicht neu. Seit Jahren werden die festgelegten Grenzwerte noch und noch überschritten und es gibt keine Instrumente, um dies wirksam zu verhindern.

Die einzige wirksame Massnahme ist die konsequente Umsetzung der Luftreinhalteverordnung. Diese ist rascher und konsequenter zu erreichen, wenn die Behörden gut vorbereitet sind und im Bedarfsfall rasch handeln können.

Weiter ist es wichtig, dass die Bevölkerung gut informiert ist. Die behördlichen Massnahmen sollen von den BewohnerInnen nicht nur akzeptiert, sondern mitgetragen und aktiv unterstützt werden. Mit einer Informations- und Motivationskampagne können die Behörden der Öffentlichkeit die komplexen Zusammenhänge von Lebensgewohnheiten und Luftqualität erklären und Wege aufzeigen, wie eine Verbesserung erreicht werden kann, um so die dringend notwendige Umsetzung der Luftreinhalteverordnung zu unterstützen.

Luftreinhaltung umfasst alle politischen Ebenen. Eine gemeinsame Kampagne von Kanton und vielen Gemeinden wäre noch glaubwürdiger, näher an der Bevölkerung und damit wirkungsvoller. Konkrete Massnahmen sind zudem sowohl auf kantonaler als auch auf kommunaler Ebene angesiedelt.

Die Luft macht nicht Halt an der Gemeindegrenze - Luftqualität geht alle etwas an!

Begründung der Dringlichkeit:

Die jährlich zunehmende Belastung unserer Atemluft mit gesundheitsschädigenden Stoffen zwingt uns zum raschen Handeln. Der nächste Sommer mit übermässiger Ozonbelastung steht vor der Tür und eine Besserung ist nicht abzusehen.

Eingereicht durch die Fraktion der Grünen Freien Liste Burgdorf

Burgdorf, 27. Februar 2006

Zu Stadtrat Burgdorf