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Stand: 24.5.2005

Motion der GFL-Fraktion

Burgdorf, eine gentechfreie Gemeinde

Der Gemeinderat wird beauftragt, alle ortsansässigen LandwirtInnen einzuladen, eine freiwillige Erklärung zu unterzeichenen, dass sie auf dem eigenen Betrieb wissentlich keine gentechnisch veränderten Pflanzen und Tiere einsetzen wollen und werden.

Ein Beispiel, wie eine solche Erklärung aussehen könnte, findet sich im Anhang dieser Motion.

Begründung:

Noch ist die schweizerische Landwirtschaft gentechnikfrei. Das kann sich bald ändern. Denn das Gentechnikgesetz erlaubt grundsätzlich den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Erfreulicherweise hat bis heute kein einziger Gentech-Konzern ein Gesuch gestellt, um Gentechnik-Pflanzen in der Schweiz zum Anbau einführen zu können. Auch kein Landwirtschftsbetrieb hat sein Interesse zum Anbau von GVOs angekündigt.

Die Verwendung von Gentechnik-Pflanzen würde in der Schweiz mit ihrer kleinräumig strukturierten Landwirtschaft zu riesigen Konflikten führen. Denn Pollen machen nicht an der Parzellengrenze halt, sondern werden - je nach Kulturpflanze - über mehrere Kilometer weit verfrachtet. Dabei können Kulturen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf gentechnikfreie Felder gelangen und diese Kulturen verunreinigen.

Es besteht die Gefahr, dass in absehbarer Zeit in der Schweiz keine Lebensmittel ohne Verunreinigung mit GVO produziert werden können. Wie aus Konsumentenumfragen hervorgeht, wünscht die grosse Mehrheit unserer Gesellschaft keine gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln. Mit einer entsprechenden Erklärung kann unsere Stadt diesem Wunsch wirkungsvoll Nachdruck zu verleihen.

Burgdorf, 23. Mai 2005

Anhang

Zu Stadtrat Burgdorf