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Stand: 22.6.2007

Interpellation  Christoph Grimm  GFL 

Alkoholverkauf an Jugendliche an der Solennität 2006. Wie geht es in Zukunft weiter?

Regelmässig können an der Solennität am Abend viele Jugendliche beobachtet werden, die mit Glasflaschen durch die Gassen der Oberstadt ziehen.  Dies obwohl die Restaurationsbetriebe der Oberstadt keine Getränke in Glasflaschen verkaufen. Diese Regelung soll der Sicherheit vor Verletzungen dienen. Die Festbesucherinnen und Besucher kaufen diese Flaschen hauptsächlich in einem Shop, der nahe bei der Oberstadt ansässig ist und der an der Solennität jeweils bis mindestens Mitternacht geöffnet hat. Im Jahr 2006 konnten sogar unter 18 Jährige mit solchen Alcopops beobachtet werden. Einige dieser Jugendlichen konsumierten solche Getränke sogar innerhalb der Zone auf der Gebrüder Schnell-Terrasse die für Schülerinnen und Schüler reserviert ist. Diese Zone sollte gemäss Informationen drogenfrei sein.  Die Kontrollen wurden jedoch in den letzten Jahren sehr large durchgeführt.

In der Folge lagen sehr viele leere und zum Teil auch zersplitterte Flaschen in der ganzen Oberstadt herum. Durch den übermässigen und für Jugendliche unter 18 Jahren verbotenen Konsum von solchen und ähnlichen Genussmitteln steigt jeweils das Gewaltpotenzial beträchtlich an.

Die Solennität soll weiterhin ein Fest für die Jugend bleiben und ihnen auch die Möglichkeit zum ausgelassenen Feiern geben. In den letzten Jahren haben die Alkoholexzesse von Jugendlichen jedoch stark zugenommen. Diese gilt es in Zukunft einzudämmen.

Der Gemeinderat wird gebeten nachfolgende Fragen betreffend Alkoholverkauf an der Solennität zu beantworten.

    1)Ist der Gemeinderat darüber informiert, dass an der Solennität 2006 viele Jugendliche, zum Teil auch unter 18 jährige, mit Alcopops aus Verkaufsstellen der unmittelbaren Umgebung der Oberstatt versorgt wurden?

    2)Was unternimmt die Stadt Burgdorf, damit der Verkauf von Alkoholischen Getränken, hauptsächlich von Alcopops, an der Solennität 2007 und in den folgenden Jahren an Jugendliche (sehr oft auch an unter 18 Jährige) eingedämmt werden kann?

    3)Welche Kontrollen führt die Polizei durch, damit sichergestellt wird, dass in Läden  der Oberstadt und der unmittelbaren Umgebung, inklusive nahe gelegenem Tankstellenshop, der Jugendschutz strikte eingehalten wird?

    4)Ist der Gemeinderat bereit, mit Verkaufsstellen die im Jahr 2006 Alcopops in grossen Mengen an Jugendliche verkauft haben, Gespräche zu führen, damit diese ab 2007 den Verkauf eindämmen oder diesen komplett unterlassen?

    5)Ist der Gemeinderat bereit, allenfalls ein generelles Verkaufsverbot für Alcopops am Solennitätsabend zu erlassen?

Eingereicht am 18.12.06

Zu Stadtrat Burgdorf