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Stellungnahme GFL Bugdorf
Tempo 30 flächendeckend in den Wohnquartieren der Stadt Burgdorf
Sehr geehrte Frau Renard Sehr geehrte Damen und Herren
Wir begrüssen es, dass wir die Möglichkeit haben, uns im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zur flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in der Stadt Burgdorf zu äussern.
Grundsätzliches
Die GFL Burgdorf unterstützt die Einführung von flächendeckend Tempo 30 und den Begegnungszonen in der Stadt Burgdorf.
Wir sind überzeugt, dass die Stadt Burgdorf mit diesen Schritten in die richtige Richtung geht. Die oberste Priorität hat für uns die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Wir sind jedoch nicht der Meinung, dass das von Ihnen genannte „übergeordnete Ziel“, die Vereinfachung und Vereinheitlichung des Verkehrsregimes ist, sondern es dient lediglich dazu die Situation gesamthaft zu verbessern.
Zubringerdienst
Einige Diskussionen hat bei uns die Aufhebung der Fahrverbote mit Zubringerdienst ausgelöst. Wir sind der Ansicht, dass die Legalisierung des Durchgangsverkehrs zu neuen „Schleichweg-Routen“ und damit zu einer Verminderung der Verkehrssicherheit in den Quartieren führt. Im Zusammenhang mit dem von uns geforderten Controlling ist bei übermässiger Zunahme des „Schleichverkehrs“ die Zubringerdienste wieder einzuführen.
Aufheben von Fussgängerstreifen
Eine Aufhebung aller Fussgängerstreifen bedingt flankierende Massnahmen. Ohne diese Massnahmen sind wir mit der generellen Aufhebung aller Fussgängerstreifen nicht einverstanden. Für die Sicherheit von Fahrbahnquerungen ist ein Fussgängerstreifen immer noch ein probates Mittel. Vor allem ist diesem Anliegen in den Bereichen von Schulen, Altersheimen etc. Rechnung zu tragen.
Durchsetzung der Massnahmen
Wir sind überzeugt, dass ohne eine resolutes Kontrolle kein nachhaltiger Erfolg bei der Einführung der Massnahmen Tempo 30 und Begegnungszone erzielt werden kann. Wir erwarten von unseren Behörden, dass nach 3-6 Monaten ein Bericht über folgende Kontrollen vorliegt:
-Wie werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen in den verschiedenen Zonen eingehalten(Einhaltung der v85-Werte bei Tempo 30 und 20 km/h).
-Kontrolle des zusätzlichen Verkehrs nach Aufhebung der Zubringerdienst-Signalisation. Zu diesem Zweck muss zwingend die Verkehrsdichte vor der Aufhebung der Zubringerdienst-Signalisation erhoben werden.
Sollten die Resultate der Kontrolle negativ ausfallen, so müssen zwingend zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Diese sollen wiederum nach weiteren 6-9 Monaten auf den Erfolg kontrolliert und als Information dem Stadtrat und der interessierten Bevölkerung mitgeteilt werden.
Auf eine weiterführende Stellungsnahme verzichten wir. Wir sind der Ansicht, dass sich die Quartiervertretungen zu den Details in den entsprechenden Strassen äussern sollen. Grundsätzlich begrüsst die GFL Burgdorf jedoch alle sinnvollen, verkehrsberuhigenden Massnahmen.
Mit freundlichem Gruss
Andrea Probst
Präsident GFL Burgdorf
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