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Stand: 11.9.2002

                  Stadtbauamt Burgdorf
                  Lyssachstrasse
                  3400 Burgdorf

                 

                  Burgdorf, 11. September 2002
                   

Überbauungsordnung Umgestaltung Scheunenstrasse – Bernstrasse – Schmiedenrain
Stellungnahme und Einsprache

Sehr geehrte Damen und Herren

Nach Einsicht der öffentlich aufgelegten Überbauungsordnung Umgestaltung Scheunenstrasse – Bernstrasse – Schmiedenrain nehmen wir wie folgt Stellung:

Grundsätzliches:

Die Grüne Freie Liste Amt Burgdorf findet die vorliegenden Lösungsvorschläge eines neuen Verkehrsregimes auf der Durchgangsachse von Burgdorf grundsätzlich gut und ist überzeugt, dass sich durch die Neugestaltung eine neue Verkehrsphilosophie entwickeln wird. Den VerkehrsteilnehmerInnen wird die Übernahme von mehr Verantwortung ermöglicht, indem die Geschwindigkeit reduziert und verstetigt wird. Das Neben- wird durch das Miteinander ersetzt! Das gleiche, sich bewährende Verkehrsregime kennen wir bereits an der Seftigenstrasse in Wabern. Für die BewohnerInnen der Quartiere wird es wesentlich ungefährlicher werden, die Durchgangsachse zu queren – die Lebensqualität für uns BurgdorferInnen wird dadurch erhöht werden.

Anregung: Aus unserer Sicht ist zu prüfen, ob zugunsten einer besseren Lebensqualität in unserer Stadt die Einführung von “Tempo 40” auch auf der Durchgangsachse umgesetzt werden sollte.

Antrag: Für eine gute Lebensqualität für die BewohnerInnen unserer Stadt ist es von grosser Bedeutung, dass der gefährlich zu überwindende “Graben Kantonsstrasse” aufgeschüttet wird! Die Netzwiderstände für Velofahrende und FussgängerInnen müssen erkannt und erhoben werden. Projekte, die von externen Planern stammen, deren Mitarbeitende sich nicht in Burgdorf bewegen, spüren diese aber nicht. Deshalb beantragen wir, dass im Sinne von Effizienz

vor Baubeginn ein Netzwiderstandskataster Velo- und FussgängerInnenverkehr

erhoben wird, damit Verbesserungen jeweils frühzeitig in den Detailprojekten mit einbezogen und so mit geringstem Aufwand umgesetzt werden können.

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Detailierte Einsprachepunkte – Begründung: Sicherung des Langsamverkehrs:

  • Winkel Velostreifen – Bahngeleise bei Bahnübergang Buchmatt ist zu spitz und gefährlich. Die beiden Velostreifen müssen mindestens in einem stumpfen Winkel über das Gleis geführt werden.
  • Tiergartenkreisel: Die Einmündung der Velofahrenden in die Willestrasse ist ungelöst.
  • Die Querung der Velofahrenden bei der Einmündung Felseggstrasse in die Kirchbergstrasse und die Bahnhofunterführung Ost ist nicht gelöst.
  • In der Bahnunterführung Kirchbergstrasse – Gotthelfstrasse fehlen die Velostreifen in der Steigphase.
  • Zwischen dem Kreisel Poststrasse und Rösslikreuzung ist der sichere Fussgängerweg hinter der Allee auch für die Velofahrenden als sichere Alternative zur Fahrt auf der Hauptstrasse in beiden Richtungen zu öffnen.
  • Der Velo- und Fussweg ist ab Restaurant Rössli durchs Schafroth-Areal weiterzuführen.
  • Einmündung der VelofahrerInnen von der Sägegasse auf die Radwegverbindung beim Schulhaus Pestalozzi: Als Abschluss der Einspurstrecke für Velofahrenden ist eine Mittelinsel so zu setzten, dass die Sicht Richtung Oberburg und der Schutz vor LKW’s, welche die Kurve schneiden könnten, gewährleistet ist.
  • Zwischen Schafrothareal und Einfahrt Rütschelengasse ist der Radstreifen durchgehend zu realisieren.
  • Grundsätzlich ist bei Inseln eine Spurbreite von 3.60 m für Velofahrende problematisch, da dadurch gefährliche Überholmanover provoziert werden. Wir beantragen deshalb, dass Spurbreiten von 3 m, die ein Überholen verunmöglichen, oder von mindestens 4.20 m vorgesehen werden.
  • Beim Projekt Fussgängerinnen und Velofahrerinnen-Querung Oberburgstrasse beim Spital, melden wir unsere Bedenken bezüglich der Sicherheit (Frauen und Mädchen) an.

Die Umgestaltung der Scheunen- und Bernstrasse und des Schmiedenrains muss einer einseitigen Lösung der Mobilitätsbedürfnisse entgegenwirken – sie darf nicht präjudizierend wirken auf das Projekt Wegfahrt Emmental. In dieser Hinsicht treten bei uns Fragen in Bezug auf die Spitalquerung auf. Hier erwarten wir frühzeitigen Miteinbezug der gemäss Hinweis auf dem aufliegenden Plan sich in Arbeit befindenden Studie.

                  Mit freundlichen Grüssen