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Stand: 9.5.2009

Mehr Schutz dem Volksvermögen und Arbeitsplätzen in gesunden Unternehmen

Motion, Lilo Lauterburg und Christoph Grimm

Der Regierungsrat wird beauftragt, sich mit einer Standesinitiative, beim Bund dafür einzusetzen, dass das Volksvermögen und Arbeitsplätze zukünftig besser geschützt werden. Das schweizerische Aktienrecht soll dahingehend angepasst werden:

-    dass der Erwerb von Wertpapieren zu rein spekulativen Zwecken eingeschränkt werden kann.
-    dass „Unfreundliche Übernahmen“ erschwert werden können indem beim Kauf von Wertpapieren die Deklarationspflicht verschärft wird.
-    dass Firmenübernahmen zu spekulativem Zweck wie beim Beispiel Sulzer und anderen, das Stimmrecht eingeschränkt werden kann.

Begründung
Die weltweite Finanzkrise hat gezeigt, dass gerade spekulative Geschäfte die Krise ausgelöst oder zumindest verstärkt haben. Gewinn- und Machtgier sowie unverantwortliches Handeln  haben dazu geführt, dass in der Folge viele Pensionskassen und andere langfristige Vermögenswerte zum Teil massive Verluste einstecken mussten. Gelder, die dem Volk zur Sicherung der Zukunft zur Verfügung stehen sollten. Gelder, die die Wirtschaft in der Zukunft stärken sollten. Sog. „unfreundliche Übernahmen“ von gesunden und attraktiven Unternehmen verbreiten viel Unsicherheit und sind destruktiv. Sie schaden dem Ansehen der Wirtschaft im höchsten Mass.

Immer mehr Arbeitnehmende werden verpflichtet mitzuhelfen, ihre eigene Pensionskasse mittels höherer Beiträge zu retten. Diese finanziellen Mittel fehlen dem Markt und damit verstärkt sich die Krise weiter. Folge daraus sind sinkende Steuereinnahmen die den Gemeinden, dem Staat und dem Bund dadurch weitere Mittel für Investitionen entziehen. 

Ethische und moralisches Handeln muss zukünftig verstärkt in den Vordergrund gerückt werden. Die wilde Spekulation muss eingedämmt werden, damit die Negativspirale durchbrochen werden kann.


Es wird Dringlichkeit verlangt.

Begründung:
Die Wirtschaft steht in der Krise, neue Modell müssen dringend erarbeitet und umgesetzt werden. Die Zeit drängt, damit das Volksvermögen nicht länger „geschröpft“ wird. Eine Gesetzesrevision drängt sich in dieser Hinsicht auf und muss deshalb einerseits rasch auf die Bundesebene gebracht und dort verhandelt werden.

Eingereicht am 9.4.2009

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