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Motion
Grüne, Grimm Burgdorf
Endlagerung von radioaktiven Abfällen muss
unverzüglich gelöst werden!
Der Regierungsrat wird
beauftragt, beim Bund eine Standesinitiative mit folgendem Inhalt einzureichen:
1.
Die
Entsorgung von radioaktiven Abfällen muss umgehend gelöst werden.
2.
Rahmenbewilligungen für neue Kernkraftwerke dürfen erst dann vergeben werden,
wenn die Endlagerung aller in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfällen
definitiv gelöst ist.
3.
Die
Lagerstandorte (Regionen / Gemeinden) müssen im Zeitpunkt der Erteilung der
Rahmenbewilligung bestimmt sein und die Umsetzung der definitiven Lagerung muss
in Gang ist.
Begründung:
In der Schweiz sind seit
einiger Zeit grosse Bestrebungen zum Bau von drei neuen Kernkraftwerken im Gang.
Sowohl Befürworter als auch Gegner bereiten sich zum politischen Kampf vor. Ob
und wann die Schweiz wirklich neue Kernkraftwerke benötigt, wird schlussendlich
das Stimmvolk in einer Volksabstimmung entscheiden.
In den 70er Jahren wurden
die heutigen, bestehenden Kernkraftwerke mit einer Bedingung verknüpft. Die
Endlagerung muss sofort gelöst werden. Dies geschah bis heute nicht. Ein
Endlager scheint in der Schweiz unmöglich zu sein. Am Beispiel der Deutschen
Endlagerprojekte Gorleben, Asse, Morsleben und Konrad ist klar erkennbar, dass
die Endlagerung mit sehr vielen Risiken, Ungewissheiten und immensem
finanziellem Aufwand verbunden sind. Deutschland hat für die vier erwähnten
Standorte in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden EURO investiert.
Mit einem Gerichtsentscheid in den USA wurde der Standort Yucca Mountain
mangels zu kurzen Betrachtungszeitraums des Langzeitsicherheitsnachweises
bemängelt.
Die meisten Länder
verfolgen die Absicht, hochradioaktive Abfälle in tiefen geologischen Schichten
einzulagern. Gemäss dem Deutschen Bundesamt für Strahlenschutz gibt es - trotz
dieses Konsenses - weltweit noch kein einsprechendes Endlager.
Der Kanton Bern – als
Mehrheitsaktionär der BKW Energie AG und als Standortkanton eines
Kernkraftwerks - muss ein grosses Eigeninteresse haben, dass die
Endlagerproblematik vor der Erteilung neuer Rahmenbewilligungen gelöst ist. Aus
diesem Grund soll er sich an vorderster Front dafür einsetzen, dass die
Nachwelt nicht vor unvorstellbare und technisch nicht lösbare Probleme gestellt
wird.
Es wird Dringlichkeit
verlangt:
Begründung:
Da in den nächsten Monaten die öffentliche Diskussion über die Rahmenbewilligung
neuer Kernkraftwerke geführt wird und sich die BKW Energie AG um ein neues
solches Kraftwerk bemüht, muss der Kanton Bern die Verantwortung und die
Initiative zur Lösung der Endlagerproblematik übernehmen.
Eingereicht am 7. Juni 2010
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