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Motion
eingereicht von Christian Hadorn SVP, Christoph Grimm
Grüne
Berner Ghüdertag
und Clean-Award
Wir fordern im ganzen Kanton Bern
-
einen jährlich organisierten „Ghüdertag“ während der
obligatorischen Schulzeit in der Volksschule und
-
die jährliche Verleihung eines kantonalen
Ghüderpreises, eines so genannten „Clean-Awards“(Name gilt als Vorschlag),
für Berner Gemeinden
Begründung:
Immer mehr Abfälle landen achtlos weggeworfen oder illegal
entsorgt auf Strassen, öffentlichen Plätzen oder in der Natur. Die falsche
Entsorgung von Abfällen wirkt sich negativ auf die öffentliche Ordnung aus,
führt zu erhöhten Kosten bei den Reinigungsdiensten und zu verminderter
Lebensqualität für die Bevölkerung.
Littering ist ein allgegenwärtiges Problem und beschäftigt
zunehmend mehr Menschen, Gemeinden und auch den Kanton.
Mehrere Gemeinden entwickeln Konzepte, Informationen und
schreiten immer öfter zu Bussen. So z.B die Stadt Bern, die ab 15. Juni 2009 für
Abfallsünder Bussen aussprechen wird; Stadt Basel, wo das Essen und Trinken in
Bussen und Trams mit Bussen von CHF 20.—belegt werden. Die Gemeinde Oberburg
(vergleiche Bernerzeitung vom 5.6.09 „So was von peinlich und out“) und viele
andere Städte und Gemeinden stehen dem Problem momentan relativ hilflos
entgegen, berappen die Abfallbeseitigung mit Steuergeldern und suchen deshalb
nach Lösungen.
Die Motion M131 „Konkrete Massnahmen zur Reduktion von
Littering“ wurde vom Grossrat im Jahr 2008 überwiesen und als erfüllt gleich
abgeschrieben. Es sei einerseits Sache der Gemeinden, konkrete Massnahmen
umzusetzen und andererseits seien in der Schweiz einige Organisationen aktiv,
die Aufklärungsarbeit betreiben.
In der Interpellation I 252 „Welche Folgen hat Littering
im Kanton Bern“ wurde in der Antwort festgehalten, dass die Abfallverordnung
klare Regelungen enthalte und dass auch schon Bussen ausgesprochen wurden
(Innert 4 Jahren lediglich total CHF 16'070). Details siehe Abfallverordnung zum
Abfallgesetz (Bussenverordnung).
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Wir sind der Ansicht, dass wir mit dem Litteringproblem -
so wie wir ihm im Kanton Bern heute begegnen nicht wirklich weiter kommen.
Höhere Bussen alleine ergeben nicht den gewünschten
Erfolg!
Einerseits setzen wir auf erzieherische Massnahme. Die
Erfahrungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche sehr sensibel reagieren, wenn
sie mithelfen müssen sowohl den eigenen, als auch Abfall und Müll von anderen
Menschen aus Strassenrändern, Flussufern, oder aus Wäldern aufzuräumen!
Andererseits soll es auch der breiten Bevölkerung möglich
sein, sich an „Cleanaktionen“ zu beteiligen.
In verschiedenen Schulen werden schon heute „Ghüdertage“
organisiert und durchgeführt.
Mit dieser Massnahme erhoffen wir uns, unsere zukünftigen
Generationen auf dieses Problem zu sensibilisieren und davon abzuhalten den
Abfall einfach weg zuschmeissen.
Einfluss auf Kosten und Personal:
Der „Ghüdertag“ könnte im ordentlichen Unterricht
abgehalten werden (bspw. Im Fach NMM) wo die Lerninhalte schon im Lehrplan
enthalten sind. Dadurch wird weder mehr Personal erforderlich noch werden
zusätzliche Kosten verursacht. Wir fordern ein Instrument, das einige Gemeinden
schon heute anwenden. Dieses Instrument soll nun flächendeckend im Kanton Bern
institutionalisiert und mit den Gemeindebehörden koordiniert werden.
Ghüderbewirtschaftung durch Anreizsysteme
Damit die gesamte Bevölkerung bei den Ghüdertagen und/oder
anderen wirksamen Aktionen mitwirken kann, soll der Kanton Bern alljährlich
einen Clean-Award verleihen. Dabei soll jeweils eine Gemeinde prämiert werden,
die besondere, innovative und wirkungsvolle Anstrengungen nach den folgenden
Grundsätzen unternimmt:
-
Abfälle vermeiden
-
Abfälle vermindern
-
Abfälle richtig entsorgen
Mit diesen beiden Instrumenten kann die ganze Bevölkerung
mithelfen die Gemeinden sauber zu halten.
Eingereicht am 10.6.09
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